Gesucht und gefunden – Teil 2

By 8. Mai 2018Allgemein

Natürlich ist für viele die Online-Recherche der „erste, einfache Schritt“ auf dem Weg zu einer passenden Vakanz. Eine weitere Alternative sind Kontakte. Frage deine Freunde, Bekannte aus dem Sportverein etc., ehemalige Kollegen und nutze Alumni-Kontakte z.B. aus dem Studium oder auch andere (soziale) Netzwerke. Natürlich kannst du dich auch von Beratern der Arbeitsagentur beraten lassen – sie kennen den Arbeitsmarkt. Ein hilfreiches Mittel sind außerdem Karriere- und Jobmessen. Hier kannst du dich direkt über interessante Arbeitgeber informieren und oft sogar direkt deine Bewerbung hinterlegen. Des Weiteren kannst du auch passiv deinen Lebenslauf in bestimmten Jobbörsen hochladen. Oder in deinem Xing-Profil bei „Ich suche“ den Klassiker „eine neue Herausforderung“ hinzufügen und dich so von Recruitern finden lassen. Allerdings sollte dies nicht der einzige Weg bleiben.

Bei der Arbeitgebersuche wirst du vielleicht das eine oder andere Mal auf entsprechende Arbeitgeber-Bewertungen treffen, wie zum Beispiel auf der Seite „Kununu“. Hier musst du allerdings sehr vorsichtig sein! Sieh‘ dir ganz genau an, ob positive oder negative Bewertungen überwiegen und was dort im Detail niedergeschrieben wurde. Wenn mal eine schlechte Bewertung dabei ist aber der Rest durchweg positiv, dann lass dich nicht von dieser einen Meinung abschrecken. Letztendlich kann dort JEDER eine beliebige Bewertung hinterlassen – auch ein verärgerter Wettbewerber kann solche bösen Schmähschriften hinterlegen. Die Beiträge werden NICHT auf inhaltliche Korrektheit überprüft, schlimmer noch, selbst unwahre Wut-Bewertungen werden nicht gelöscht. Darüber hinaus neigt der Mensch dazu eher selten über Positives zu schreiben, Negatives hingegen wird ca. 13x häufiger kommuniziert. Somit ist vieles ein Zerrbild der Realität, also aufgepasst!

Häufig wirst du bei deiner Suche Stellen entdecken, die dich hinsichtlich der Anforderungen erschrecken werden. Unternehmen suchen natürlich stets die Crème de la Crème. Am besten Superhelden (m/w/div.). Nur im Notfall möchte man sich mit weniger zufriedengeben. Also am liebsten Jemanden Anfang 20, der bzw. die 40 Jahre Berufserfahrung hat, 5 Jahre im Ausland gelebt hat und mindestens fünf Sprachen fließend spricht – gerne auch mehr. Lass dich nicht von solch überzogenen Voraussetzungen abschrecken und mach dich auf keinen Fall kleiner als du bist! Natürlich haben Unternehmen hohe Anforderungen, aber nicht alle sind ein absolutes MUSS. Analysiere die Stellenanzeige ganz genau und finde heraus, was ein must have und was ein nice to have ist.

Wie könnten Must haves formuliert sein?

  • Das müssen Sie mitbringen…
  • …ist erforderlich / zwingend / notwendig / verpflichtend / …wird vorausgesetzt
  • Sie bringen mit…
  • Perfekte / sehr gute / exzellente Kenntnisse
  • Abgeschlossene Ausbildung…
  • Einschlägige Berufserfahrung in…

Wie könnten Nice to haves formuliert sein?

  • Idealerweise… / Hilfreich wäre…
  • … wäre wünschenswert / von Vorteil / vorteilhaft…
  • Erste Erfahrungen mit …
  • Gute / Ausbaufähige Kenntnisse …
  • Oder ähnliche Qualifikation (lässt eine andere Option zu)

Und zuletzt ganz wichtig – versuchen schadet nicht! Letztendlich ist jede Bewerbung, die du abschickst eine gute Übung und vergrößert deine Chance auf die passende berufliche Herausforderung.

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