Wünsch‘ Dir was… oder wähle weise!

By 24. April 2018Allgemein

Stell dir vor du möchtest verreisen. Auch wenn du das Ziel noch nicht ganz genau kennst solltest du zumindest wissen von welchem „Bahnhof“ du losfahren möchtest. Ganz ähnlich verhält es sich auch mit deiner Berufswahl. Bevor du darüber nachdenkst wo du eigentlich hin möchtest, ist es sinnvoll sich zuerst Gedanken zu machen, wo du im Moment überhaupt stehst und was du gerne magst bzw. gut kannst. Das heißt du solltest dir völlig unabhängig von den Karriereaussichten überlegen, was dir beruflich wirklich Spaß machen würde. Vielen Menschen ist bewusst, dass Geld und Status alleine nicht glücklich machen, trotzdem vernachlässigen viele ihre eigentlichen Interessen und Wünsche. Echtes Interesse und Freude an der Arbeit ist entscheidend! Nennen wir es berufliche Erfüllung, das Gefühl wirklich „anzukommen“.

So eine Selbstanalyse ist aber nicht ganz einfach. Hilfreich können bestimmte Fragen sein, die du dir stellst. Was mache ich gerne in meiner Freizeit? Was macht mir generell Spaß? Über welche Themen könnte ich stundenlang reden? Über welche Aspekte tausche ich mich gerne mit anderen aus? Bei was werde ich von anderen um Rat oder meine Meinung gefragt? Welche Rollen übernehme ich gerne und freiwillig? Gerade Hobbys sind sicherlich ein wichtiger Ansatzpunkt. Generell sollte man immer versuchen mehrere Interessen miteinander zu kombinieren.

Aber was wenn deine Interessen nicht zu deiner Begabung passen und umgekehrt? Vielleicht spielst du leidenschaftlich gerne Fußball. Das muss natürlich nicht zwangsläufig heißen, dass du Profi-Fußballer (m/w) werden kannst, wenn dir hier das notwendige „Talent“ fehlt. Daher solltest du dir als zweiten Schritt auch immer über deine Stärken und Schwächen klar werden. Du kannst dir dabei zum Beispiel folgende Fragen stellen: Welche Fächer / Themen lagen mir in der Schule / Uni / Ausbildung oder im (Ferien-)Job am meisten und warum? Arbeite ich lieber im Team oder alleine? Kann ich lange sitzen oder bewege mich am liebsten die ganze Zeit? Liegt mir eher die Theorie oder aber die Praxis?

Natürlich solltest du dein Selbstbild unbedingt mit einem Fremdbild abgleichen. Jeder hat Stärken, die wir nicht unbedingt als solche wahrnehmen, zum Beispiel eine ausgeprägte Organisationsstärke. Meist fallen dir diese Dinge leicht und du nimmst sie nicht als besondere Stärke wahr. Vielleicht organisierst du gerne Feiern in deinem Freundeskreis? Wenn du andere Menschen aus deinem Umfeld – wie z.B. deine Eltern, Freunde, Kollegen und Bekannte – nach deinen Stärken fragst, wirst du Dinge hören die du selbst nicht in Erwägung gezogen hast. Selbstverständlich muss man hier vorsichtig sein. Oft wird man mit Meinungen überschüttet, deswegen gilt im Allgemeinen: um Rat fragen schadet nicht, aber DU entscheidest!

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